Informationen zur Tagung

Einladung
Programm
Pressemitteilung

Aufzeichnung der kompletten Tagung, Goethe-Museum Düsseldorf

Freitag, 14. Oktober

Samstag, 15. Oktober

Sonntag, 16. Oktober

Zur aktuellen 5G / Mobilfunk-Diskussion:
Risiken und Perspektiven

14.-16. Oktober 2022 Internationale Tagung im Goethe-Museum Düsseldorf

Wir leben in einer tiefgreifenden Umbruchsphase. Wir beobachten, dass insbesondere den technologisch beschleunigten Veränderungen unserer Lebenswelt ausgewogene gesamtgesellschaftliche Reflexionsprozesse kaum noch folgen können. Dies gilt vor allem für die rasanten Entwicklungen in Bereichen der Digitalisierung und des hier häufig eingesetzten 5G / Mobilfunks.

Sicher können diese Entwicklungen kollektive wie individuelle Vorteile, Nutzen und Komfortgewinne bringen. Zugleich verdichten sich die Anzeichen dafür, dass sie mit starken Belastungen unserer Gesundheit und Umwelt einhergehen können, die in der öffentlichen Wahrnehmung selten oder noch gar nicht thematisiert werden.

Vor diesem Hintergrund danken wir dem Goethe-Museum Düsseldorf für die Möglichkeit, im Rahmen einer internationalen Tagung Risiken und Perspektiven in Bezug auf die aktuelle 5G / Mobilfunkdebatte zu diskutieren. Wir laden Sie ein zu Fortschrittsgesprächen im Sinne eines gesundheits- und umweltverträglichen Fortschritts.

Herzlich willkommen
Vorstandsteam der Kompetenzinitiative e.V.

Grundlagenforschung, die uns alle betrifft: Pionier-Studie ATHEM 3

Kaum ein Wissenschaftsbereich ist so strittig wie die Forschung zu 5G / Mobilfunk. Ist die Technologie in jetziger Form wirklich verträglich für Gesundheit und Umwelt?
Die neue Pionierstudie ATHEM 3 (Athermische Wirkungen elektromagnetischer Felder im Mobilfunkbereich), die im Goethe-Museum erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wird, geht einen eigenen und weltweit bisher wohl einmaligen Weg.
Das Team der Forscher wird berichten.

Europäischer Spirit

Angesichts steigender Strahlenbelastung gibt es seit einigen Jahren auf europäischer Ebene wertvolle Impulse für einen verbesserten Gesundheits- und Umweltschutz.
Beispiele:
Die Resolution 1815 des Europarats
Die aktuelle STOA-Studie
Die aktuelle Stellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses
Europa-PolitikerInnen sind zu Gast im Goethe-Museum: Klaus Buchner, Michèle Rivasi, Jean Huss, Dumitru Fornea.

Programm & Referenten

Das Tagungsprogramm vermittelt unter verschiedenen Perspektiven einen Überblick über den aktuellen Stand der 5G / Mobilfunk-Diskussion. Auf die Vorstellung der soeben abgeschlossenen internationalen Pionierstudie ATHEM 3 folgen Vorträge zu den Themenbereichen ‚Umwelt und Mensch‘ und ‚Wissenschaftspolitische und gesellschaftliche Herausforderungen‘. Den Abschluss bildet eine Podiumsdiskussion ‚Perspektiven‘ mit VertreterInnen aus Politik und öffentlichem Leben. Die dreitägige Veranstaltung sieht viel Raum für Begegnungen und Gespräche vor. Das Goethe-Museum bietet vor Ort ein ansprechendes kulturelles Begleitprogramm. Die Tagung wird live im Internet übertragen. Wir begrüßen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Fortschrittsgesprächen im Sinne eines gesundheits- und umweltverträglichen Fortschritts.

Von Goethe zu den Fortschrittsdebatten unserer Zeit – das klingt nach einem gewagten Sprung. Doch Goethe und die Literaturen der Moderne haben sich vielfach mit dem wissenschaftlich-technologischen Fortschritt auseinandergesetzt. Modernes literarisches Bewusstsein kennt Entdeckungen oder Neuerungen des Fortschritts ebenso wie seine möglichen Ambivalenzen und Risiken. Der Vortrag spricht einige Aspekte an und erläutert in diesem Zusammenhang zentrale Motive der (vor 15 Jahren begründeten) interdisziplinären Arbeit der Kompetenzinitiative e.V.

Prof. Dr. Karl Richter
Literatur- und Kulturwissenschaftler. 1973 – 2002 Professor für Neuere Deutsche Philologie und Literaturwissenschaft an der Universität des Saarlandes. Gesamtherausgeber der Münchner Goethe-Ausgabe. Zahlreiche Forschungen und Publikationen unter anderem zum Themenbereich Literatur und Naturwissenschaft / Technik. Gemeinsam mit Dr. med. Markus Kern Begründer der Kompetenzinitiative e.V. (2007) und deren langjähriges Vorstandsmitglied.


Dr. Peter Ludwig
Literatur- und Kulturwissenschaftler mit Forschungen und Publikationen zur Literatur‐ und Wissenschaftsgeschichte der Moderne. Arbeitsschwerpunkte: Themenfelder und Fragestellungen in Grenzbereichen von Naturwissenschaft, Medizin, Technik und Kulturwissenschaft. Unter anderem Mitwirkung an Standardwerken zu Goethe. Dozententätigkeit für verschiedene Hochschulen und Bildungsträger. Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Kompetenzinitiative e.V.

Digitalisierung und 5G / Mobilfunk prägen unser Leben inzwischen tiefgreifend. Welche möglichen biologischen Auswirkungen kann dabei die Strahlenbelastung durch Funktechnologien haben? Diese Frage beschäftigt die Grundlagenforschung seit langem – bis in Theorie- und Methodendebatten hinein. Die neue Pionierstudie ATHEM 3 (Athermische Wirkungen elektromagnetischer Felder im Mobilfunkbereich), die hier erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wird, geht einen eigenen und weltweit bisher wohl einmaligen Weg. In der Zusammenführung aller für die Mobilfunkforschung relevanten Disziplinen sowie der Kooperation hochkarätiger Wissenschaftler, Ingenieure und Labors, gelingen ATHEM 3 außergewöhnliche Resultate durch Untersuchungen an Menschen, die international wegweisend sein werden. Die Pionier-Studie wurde filmisch begleitet und dokumentiert – Grundlagenforschung, die uns alle unmittelbar betrifft.

Prof. Dr. med. Wilhelm Mosgöller
Medizinische Universität Wien, mehrere Wissenschaftspreise für interdisziplinäre Projekte/ Publikationen.
Projektkoordinator in den ATHEM 1 und ATHEM 2 Studien im Auftrag der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt „Toxikologie und Sicherheit von Mobilfunk Strahlung“. Mitglied der Ö-Normen Institut Arbeitsgruppe TSK EMV-EMF. Wissenschaftlicher Experte beim US-amerikanischen „supreme court“ in Washington. Editor des „LSB – Leitfaden Senderbau – Vorsorgeprinzip bei Errichtung, Betrieb, Um- und Ausbau von ortsfesten Sendeanlagen“

Prof. Dr. med. Igor Belyaev
Head Research Scientist und Head of Radiobiological Department am Krebsforschungsinstitut, Biomedical Research Center, Slowakische Akademie der Wissenschaft. Mitglied unter anderem: the Working Group of the International EMF Project of the World Health Organization, the Working group for the evaluation of RF carcinogenicity of the International Agency on Research in Cancer; Memorial Fund Committee of the Bioelectromagnetics Society, the Swedish National Committee for Radioscience, the Russian National Committee on Non-Ionizing Radiation Protection, the European Association for Cancer Research. 2011 ausgezeichnet durch die Bioelectromagnetics Society für das einflussreichste Papier bioelektromagnetischer Forschung 2006-2010.

Prof. Dr. phil. Max Moser
Leiter des Instituts für Gesundheitstechnologie und Präventionsforschung, Human Research, Weiz. In den 1990er Jahren unter anderem in der Leitung eines Forschungsteams zur Weltraumforschung (AUSTROMIR). Forschungsschwerpunkte und zahlreiche Publikationen in den Bereichen Chronobiologie, Schlafforschung, Stress- und Erholungsforschung, Vegetative Regulation. Mitbegründer der Arche Noah, der größten privaten Saatgutbank Europas.

Dipl.-Ing. Matthias Frühwirth
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Human Research Institut für Gesundheitstechnologie und Präventionsforschung.
Arbeitet seit 20 Jahren in der Forschung und Entwicklung für biomedizinische Messungen mit den
Schwerpunkten Signalverarbeitung, Algorithmen, maschinelles Lernen und Biostatistik, Erfahrung als
Projektleiter für klinische Studien.

Dr.-Ing. Dietrich Moldan
Gründer und Leiter der Dr. Moldan Umweltanalytik. Messtechnische Analytik im In- und Ausland für Bauherren, Behörden, Städte und Gemeinden, Industrieunternehmen und Gewerbebetriebe sowie im Auftrag von Planern, Architekten, Ärzten und Heilpraktikern. Arbeitsschwerpunkte in den Bereichen der elektromagnetischen Felder mit statischen Feldern, Nieder- und Hochfrequenz. Zahlreiche Publikationen zum Themenbereich, Vorträge, Schulungen, Seminare; Rundfunk- und Fernsehauftritte.

Klaus Scheidsteger
Freier Journalist, Autor und Produzent. Zahlreiche TV-Reportagen und Dokumentar-Filme im In- und Ausland. Seit 2004 intensive Beschäftigung mit dem Themenbereich Mobilfunk. Bekannt sind unter anderem die Reportage für den französischen Staatssender FR2 „Portables en Accusation“ (2006) und vor allem der Kino-Dokumentarfilm „Thank You For Calling“ (2016), verbreitet in Österreich, Deutschland, Schweiz und seit 2018 in Frankreich unter dem Titel „Ondes de Choc“ (Schockwellen). Vorstandsmitglied der Kompetenzinitiative e.V.

Auswirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder (Radar, Richtfunk, Rundfunk, Fernsehen) auf Pflanzen sind bereits ab 1930 wissenschaftlich nachgewiesen.

Bei der Festlegung der Grenzwerte in der 26. BImSchV am 01.01.97 sind Pflanzen nicht berücksichtigt worden.
Ab 2004 fanden Forschergruppen in Laborexperimenten Auswirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder – wie sie beim Mobilfunk zum Einsatz kommen – auf Pflanzen. Daraufhin entstanden Baumdokumentationen über einen Zeitraum von 15 Jahren, die in einer internationalen Studie „Radiofrequency radiation injures trees around mobile phone base stations“ ausgeführt worden sind.
Hieraus werden Beispiele vorgestellt.

Dr. med. Cornelia Waldmann-Selsam
Mitinitiatorin der Ärzteinitiative Bamberger Appell (2004). Zahlreiche Publikationen zum Themenbereich. Zwischen 2004 und 2007 Hausbesuche bei 1600 Personen zu Hause oder am Arbeitsplatz an insgesamt 250 Mobilfunkstandorten. Dokumentation der Symptome in Fragebögen, Summenmessungen der Leistungsflussdichte und Verfassen von Stellungnahmen. Vorstellung von Fallbeispielen beim Fachgespräch des Bundesamts für Strahlenschutz „Gesundheitliche Auswirkungen der elektromagnetischen Felder des Mobilfunks – Befundberichte“ (2006). Vorstellung der Baumstudie auf dem Internationalen Workshop „Environmental effects of electric, magnetic and electromagnetic fields: Flora and fauna“ des Bundesamt für Strahlenschutz (2019).

Neurodiversität beschreibt die Vielfalt der menschlichen Sinneswahrnehmung und Verarbeitung. Schätzungsweise 20% der Bevölkerung sind neurodivergent. Ihre Wahrnehmung über die Sinnesorgane ist oftmals sehr viel intensiver und reichhaltiger. Diese Menschen reagieren mit höherer Empfindlichkeit auf Umwelteinflüsse und Umgebungsreize, wie beispielsweise Chemikalien, Gerüche, Lärm, elektromagnetische Felder und Licht. Sie erfahren wichtige Ansätze und Konzepte, um Menschen im neurodiversen Spektrum den Zugang zu passgenauem Wohnraum und gesunden Arbeitsumgebungen zu ermöglich. In einer Umfrage wurden etwa 100 Kriterien und Umweltbedingungen identifiziert, die für Betroffene essenziell sind. Auch in die praktische Anwendung der Forschungsergebnisse im Social Innovation Projekt LiLeVi erhalten Sie Einblick.

Dr. rer. nat. Judith Rommel
hat naturwissenschaftliches Multitalent. Ihr Wissen basiert auf dem Studium der Biologie und Mathematik sowie anschliessender Promotion in Chemie-Informatik. Ausgezeichnet mit einem Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung forschte sie mehrere Jahre an der Universität Cambridge (England). Weitere Forschungsaufenthalte führten sie an die Stanford Universität (CA, USA) und das Weizmann Institut (Israel). Bei der Rückkehr nach Deutschland erhielt sie ein Leadership Stipendium der German Scholar Organisation. Im Moment ist sie auch an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Stuttgart tätig. Als Gründerin und 1. Vorsitzende des BZND Zentrum für Neurodiversität e.V. liegt ihr Entscheidungsfreiheit im Umgang mit Technik sehr am Herzen.

Die jüngere Generation ist von den Auswirkungen des digitalen Zeitalters besonders betroffen. Aufklärung über einen gesunden und medienmündigen Umgang mit den neuen Technologien wird immer wichtiger. Die Europäische Allianz von Initiativen angewandter Anthroposophie (ELIANT) und diagnose:funk bieten hier wichtige Informationen, insbesondere Videos in mittlerweile acht Sprachen sind weltweit verbreitet. Im Gespräch wird es unter anderem um zentrale Fragen einer zukunftsweisenden Bildung gehen. Zum Beispiel: Steuert der übermäßige Gebrauch von digitalen Geräten Kinder und Jugendliche heutzutage nicht zunehmend in eine falsche Richtung? – Gibt es zeitgerecht-zukunftsweisende Bildungsstrategien, um Kinder und Jugendliche für die enormen Herausforderungen der modernen Welt stark zu machen?

Dr. med. Michaela Glöckler
Kinderärztin, praktizierte 10 Jahre am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke und der Universitätsklinik Bochum. Ab 1988 Leitung der medizinischen Sektion am Goetheanum, Freie Hochschule für Geisteswissenschaft, in Dornach/Schweiz. Internationale Koordination (IKAM) der Konferenz der Vorstände anthroposophischer Ärztegesellschaften. Präsidentin der Europäischen Allianz von Initiativen angewandter Anthroposophie (ELIANT).

André Schmechel, M.A.
Geboren 1978 in Northeim, Studium der Rechtswissenschaft, der Pädagogik und der Musikwissenschaft, danach Ausbildung zum Waldorflehrer. Seither Tätigkeit als Waldorf-Klassen-, Musik-, Englisch- und Philosophielehrer sowie als Dozent in der Lehrerausbildung in Kanada und in Deutschland. Pädagogischer Mitarbeiter und Begleiter von Waldorfschulinitiativen und -neugründungen. Advocacy Manager der Europäischen Allianz von Initiativen angewandter Anthroposophie (ELIANT).

Peter Hensinger M.A.
Studierte Pädagogik, Germanistik und Linguistik. Mitglied im Vorstand der Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation diagnose:funk und leitet dort den Bereich Wissenschaft, ist verantwortlich für die Datenbank www.EMFData.org. Mitinitiator des Bündnisses für humane Bildung.

Immer mehr Patienten suchen Arztpraxen auf, die nach gründlicher Anamnese und Abklärung eindeutige, teils schwerwiegende Funktionsstörungen durch dauerhafte Einwirkung von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern haben. Im Mobilfunkbereich zeigt sich aus umweltärztlicher Sicht eine immer dramatischere, sich überstürzende Entwicklung durch weitere neu geplante oder bereits installierte Funkemissionen, die der Bevölkerung alternativlos mit einer Non-Stopp-Befeldung an Mobilfunkstrahlung zugemutet werden. Etwa 6-8 % der Bevölkerung (laut Bundesamt für Strahlenschutz) leidet derzeit unter dem Mikrowellensyndrom. In der Regel dauert es jahrelang, bevor diese Patienten den direkten Zusammenhang ihrer Beschwerden zur hochfrequenten Dauerbestrahlung erfahren, oft erst mit der Erkenntnis, dass ihre Symptome in funkarmen Gebieten sich deutlich bessern oder gar vollkommen verschwinden.

Dr. med. Harald Banzhaf
Facharzt für Allgemeinmedizin, Umweltmedizin, Sozialmedizin, Notfallmedizin, Manuelle Therapie, Naturheilverfahren, Akupunktur, Sportmedizin, Betriebsmedizin, Arzt für moderne Mayr-Medizin, Zertifizierter MBSR-Lehrer/Senior-Teacher. Lehrbeauftragter an der Universität Tübingen und Leiter der akademischen Lehrpraxis „Heilkundezentrum Zollernalb“ der Universität Tübingen.

Neue Belastungen durch technisch induzierte Strahlung und Umwelttoxine – alte Reaktionen des Organismus. Neue schädigende Einflussfaktoren auf den Menschen – alte Antworten des Körpers: Spannung, Stauung, Entzündung. Gibt es Möglichkeiten zur ‘Vorsorge’, damit unser Nerven-, Hormon-, Immun- und Hautsystem mit den modernen Belastungen besser umgehen kann? Was bietet sich aus den bewährten Methoden der Naturheilkunde an, um beispielsweise einem erhöhten Stickstoffmonoxid-Level im Organismus zu begegnen oder um die Glutathionsfunktionen zu verbessern? Verfügt die Naturheilkunde über plausible Erklärungen wodurch bestimmte Pflanzensubstanzen bei Mitochondriopathie helfen sollen? Auf diese und eine Anzahl weiterer Fragen geht der Kurzvortrag ein und gibt konkrete Tipps zur individuellen Vorsorge an die Zuhörerschaft weiter.

Jo Marty
Dipl. Andragoge, (Dipl SKAL, IAP Basel), Ausbildung in Biochemie und Bionik und Biologie bei Dr. G. Spring ZH, Dipl. Atem-Stimm- und Sprechpädagoge, Dipl. Supervisor und Coach, Dipl. Ernährungsberater. Präsident der Schweizerischen Vereinigung für Biochemie nach Dr. Schüssler. International bekannter Experte für die Mineralstoffe nach Dr. Schüssler und der Gemmotherapie. Präsident approved Nature und Präsident Fachverein Vitalpilze Schweiz. Zahlreiche Publikationen in Fachzeitschriften.

Die weltweite Diskussion über die biologischen Wirkungen von Funkstrahlung wird von einer kleinen, aber international bestens vernetzten Gruppe von Wissenschaftlern beherrscht, deren Stellungnahmen oft in direktem Gegensatz zur Mehrheit der Forscher stehen. Ein wichtiges Glied in dieser Gruppe ist der private Verein ICNIRP (International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection) mit Sitz im Bundesamt für Strahlenschutz in Neuherberg bei München. Wer sind seine Mitglieder? Sind sie wirklich unabhängig und frei von Interessenskonflikten? Der aufsehenerregende Report erschien zuerst in englischer, französischer und deutscher Sprache in Brüssel, Juni 2020. Er wurde von den beiden EU-Abgeordneten Michèle Rivasi (Europe Écologie) und Klaus Buchner (Ökologisch-Demokratische Partei) in Auftrag gegeben, koordiniert und veröffentlicht.

Michèle Rivasi MEP
Mitglied des Europäischen Parlaments seit 2009 für Europe Écologie (Frankreich) in der Fraktion der Grünen / Freie Europäische Allianz. Mitglied im Entwicklungsausschuss, Haushaltskontrollausschuss, Sonderausschuss zu Krebsbekämpfung und in der Delegation in der Paritätischen Parlamentarischen Versammlung AKPEU. Stellvertreterin im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Unter anderem Gründerin der Commission de recherche et d’information indépendantes sur la radioactivité und Mitverfasserin des Buches Le Racket des laboratoires pharmaceutiques et comment en sortir (2015).

Prof. Dr. rer. nat. Klaus Buchner
Arbeit an der TU München, am Max-Planck-Institut für Physik in München unter dem damaligen Direktor Prof. Heisenberg und in Kyoto / Japan am Institut von Prof. Yukawa, dem Entdecker der Kernkräfte. Forschungsinteressen: Allgemeine Relativitätstheorie und Differentialgeometrie. Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Messina / Italien und Träger der Goldenen Verdienstmedaille der Universität Breslau / Polen. Von 2003 bis 2010 Bundesvorsitzender der Ökologisch-Demokratischen Partei ÖDP. Von 2014 bis 2020 Mitglied des Europaparlaments. Vorstandsmitglied der Kompetenzinitiative e.V.

Der Vortrag beschäftigt sich mit dem aktuellen Rechtsrahmen unter Darstellung der Rechtsprechung bezogen auf den möglichen Schutz vor den Auswirkungen künstlicher Elektromagnetischer Felder und Strahlung (EMF und EMS) auf lebende Organismen. Zugleich reflektiert der Vortrag die gesundheitlichen Auswirkungen von EMF und EMS sowie die medizinisch begründete Notwendigkeit eines Individualrechtsschutzes unter Skizzierung eines möglichen Wegs.

RA Tilo Rössler
Rechtsanwalt in eigener Kanzlei in Dresden. Schwerpunkte: Medizinrecht, Strafrecht, Gesellschaftsrecht und besonderes Verwaltungsrecht, ÖPNV-Systemmanagement. Bis 2014 Geschäftsführung/Inhaberschaft eines Bildungs- und Kommunikationsunternehmens. Bis 2010 Geschäftsführung eines Verkehrsunternehmens. Bis 2014 Prüfungskommission Rechtsanwaltskammer Sachsen. Dozententätigkeiten. Beratende Leitung Abt. Wissenschaft und Forschung eines bayerischen Unternehmens der Informationstechnologie (2010 – 2018). Seit 2010 Begleitung von Forschungsprojekten mit Schwerpunkt „Auswirkungen künstlicher elektromagnetsicher Felder auf lebende Organismen“.

Städte und Gemeinden verfügen über die sog. Allzuständigkeit nach dem Grundgesetz (Art. 28 Abs. 2 GG) und sind der staatlichen Daseinsvorsorge verpflichtet. Im Rahmen dieser garantierten Planungshoheit können städtebauliche Ziele definiert werden – ein Festhalten an Mindeststandards der gemeindlichen Lebens- und Umweltqualität ist damit nicht verbunden. Höchstrichterlich geklärt ist, dass Angelegenheiten des Mobilfunks zu den städtebaulichen Aufgaben zählen und dem vorsorgerelevanten Risikoniveau zuzuordnen sind. Dies rechtfertigt insbesondere dort Schutz- und Vorsorgemaßnahmen, wo der Bundes- und Landesgesetzgeber Lücken zeigt. Welche Perspektiven haben Städte und Gemeinden?

Verw.Richter a.D. Bernd Irmfried Budzinski
Verwaltungsrichter a.D.; bis 1975 Leiter der Baurechtsabteilung des Landratsamts Lörrach; danach bis 2010 Richter am Verwaltungsgericht Freiburg. Mitglied bei Greenpeace, nahm als Reserverichter am Wyhl Verfahren teil (1977). Zahlreiche Beiträge zu Rechtsfragen des Mobilfunks in Fachzeitschriften (NVwZ, NuR), auf Tagungen und anlässlich parlamentarischer und ministerieller Anhörungen.

Die Vorteile der Digitalisierung liegen auf der Hand, aber die rasche Einführung digitaler Systeme und die Bedingung des Zugangs der Bürger zu einigen Dienstleistungen von allgemeinem Interesse vom Besitz einer digitalen Identität könnten in der Praxis dazu führen, dass einer erheblichen Zahl europäischer Bürger das Recht auf Zugang verweigert wird.

Mr. Dumitru Fornea, Romania
Bundessekretär mit Zuständigkeit für die internationalen Beziehungen des nationalen Gewerkschaftsbundes MERIDIAN aus Rumänien und seit 2007 Mitglied des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses.
Mitglied der Fachgruppe Verkehr, Energie, Infrastrukturen, Informationsgesellschaft (TEN) des EWSA
Berichterstatter für die EWSA-Stellungnahme zum Thema „Digitale Identität, Datensouveränität und der Weg zu einem gerechten digitalen Übergang für die Bürgerinnen und Bürger der Informationsgesellschaft“.

Angesichts der hinlänglich bekannten Studienlage zu den Wirkungen nicht-ionisierender Strahlung auf Menschen, Tiere und Pflanzen kann man gemeinsam mit dem Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) resümieren, dass die Digitalisierung ihre zerstörerische Kraft mit großer Geschwindigkeit entfaltet, aber die Regulierung größtenteils nacheilend erfolgt. Es ist daher an der Zeit, innezuhalten und aus einer Gesamtsicht heraus zu versuchen, die Voraussetzungen und Bedingungen dieser Technologie in den Blick zu nehmen. Um bisher Versäumtes aufzuzeigen sowie Überlegungen und Diskussionen zu einem intelligenteren, die gesundheitliche Integrität wahrenden Form des Umgangs mit dieser Technologie anzustoßen. Das Weißbuch versteht sich als ein Arbeitspapier, welches Möglichkeiten zur Umsetzung aufzeigt, die Überlegungen aber auch zur Weiterführung anregen.

Prof. Dr. Ing. Wilfried Kühling
Seit 1996 Professur Raum- und Umweltplanung am Institut für Geowissenschaften und Geographie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Arbeitsschwerpunkte: Bewertungsverfahren und vorsorgeorientierte Bewertungsmaßstäbe in der Umweltplanung bzw. zur Umweltverträglichkeitsprüfung; Entwicklung von Verfahren zur Inwertsetzung von Umweltqualität. Forschungsarbeiten und Gutachten zu Problemen der regionalen und kommunalen Planungspraxis sowie zu Genehmigungs- und Planfeststellungsverfahren. Vormals langjähriger Sprecher des Bundesarbeitskreises Immissionsschutz sowie Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) und Mitglied im Bundesvorstand des BUND. Vorstandsmitglied der Kompetenzinitiative e.V.

VertreterInnen aus der Politik und dem öffentlichen Leben Die personelle Besetzung des Podiums ist noch offen (Stand: Mai 2022).
Bitte auf aktuelle Ankündigungen im Vorfeld der Tagung achten.

Partner der Veranstaltung

Goethe Museum Düsseldorf

Das Goethe-Museum Düsseldorf ist eine der drei großen Goethe-Archiv- und Forschungsstätten und beherbergt die größte, etwa 50.000 Objekte umfassende Goethe-Privatsammlung der Welt. Zur Institution gehören das Museum, das Handschriftenarchiv, die Forschungsbibliothek, die Kunstsammlung und ein Veranstaltungszentrum.

Goethe-Museum Düsseldorf ist eine Kurzbezeichnung für die Goethe-Museum/Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung. Die Goethe-Museum Düsseldorf/Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung ist 1953 von zwei Erbinnen von Professor Anton Kippenberg, dem früheren Verleger des Insel-Verlags, gegründet worden.
Das kulturgeschichtliche Museum zeigt unter dem Motto Goethe und seine Zeit Originalhandschriften, Bücher, Gemälde, Graphiken, Büsten und Kunsthandwerk in einem aus dem 18. Jahrhundert stammenden, architektonisch hervorragenden Gebäude: dem im Auftrag des Kurfürsten Carl Theodor von der Pfalz erbauten Schloss Jägerhof.

https://www.goethe-museum.de/de

Johann Wolfgang von Goethe-Foundation Basel

johann-wolfgang-stiftung

The Johann Wolfgang von Goethe Foundation was founded on 19 December 1968 by the Hamburg businessman and farmer dr. H. c. Alfred Toepfer (1894 – 1993) was founded as a charitable foundation with headquarters in Basel. With this foundation, the founder wanted to express his social, environmental and cultural interests. In particular, the Foundation should act through contributions, prizes, scholarships, publications or entertainment of special facilities in the service of German-French friendship and European unity – including in the interest of the „Regio Basilensis“.

Since 2005, the Foundation has focused exclusively on the free organization of events, seminars and colloquia in its own property in the Alsatian village of Klingenthal (France). It continues to devote itself to the different cultural areas in Europe and thus wants to promote the feeling of belonging to all Europeans.

http://www.goethestiftungbasel.ch/

diagnose:funk

Für umweltverträgliche Funktechnik und Schutz vor Elektrosmog. Das Ziel von diagnose:funk ist, über gesundheits- und umweltschädigende Wirkungen elektromagnetischer Felder, wie sie durch Handys, Smartphones, Mobilfunkantennen, WLAN, DECT und weitere Elektrosmogquellen verursacht werden, sowie über die psycho-sozialen Auswirkungen digitaler Medien aufzuklären. Dadurch sollen Verhaltensweisen von Verbrauchern und Politik geändert und Lösungen für umweltverträgliche und zukunftsfähige Technologien forciert werden.

https://www.diagnose-funk.org/

GGB e.V.

Die Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e. V. besteht seit 1978 und ist im Sinne einer ganzheitlichen Gesundheitsaufklärung als gemeinnütziger Verein tätig.

Sie wurde von dem Arzt und Ernährungspionier Dr. med. Max Otto Bruker (1909 – 2001) gegründet. Themen aus den Bereichen Medizin, Ernährung, Umwelt und Lebensberatung liegen uns besonders am Herzen. Wir sind politisch und konfessionell neutral, erhalten keinerlei finanzielle Unterstützung von staatlicher oder Lobby-Seite, sondern finanzieren unsere Arbeit ausschließlich durch Seminar- und Mitgliedsbeiträge sowie Spenden.

https://gesundheitsberater.de/

Verband Baubiologie e.V.

Wir im Verband Baubiologie e.V. haben uns die Förderung des Umwelt- und Gesundheitsschutzes zum Ziel gesetzt.

Dies erreichen wir durch baubiologisches Beraten, Planen, Untersuchen, Messen, Begutachten und Mitwirken beim Bauen, Renovieren und Sanieren. Untersuchungen und Analysen von Häusern, Wohnungen, Grundstücken, Einrichtungen und Materialien werden nach dem aktuellen Standard der Baubiologischen Messtechnik (SBM) durchgeführt. Ziel ist dabei, gesundheitliche Risikofaktoren aufzuzeigen und Alternativen zu entwickeln.

Die Baubiologen und Baubiologinnen im Verband Baubiologie e.V. arbeiten auf seriöser naturwissenschaftlicher Basis unter Berücksichtigung eigener erfahrungswissenschaftlicher Erkenntnisse.

https://www.verband-baubiologie.de/

Allianz Eliant

Die Europäische Allianz von Initiativen angewandter Anthroposophie/ELIANT leistet einen zivilgesellschaftlichen Beitrag für mehr Lebensqualität, für kulturelle Vielfalt und für Wahlmöglichkeiten in Europa. Unser Arbeitsmotto stammt aus dem Märchen von Goethe:

„Ein Einzelner hilft nicht, sondern wer sich mit Vielen zur rechten Stunde vereinigt.“ Menschenwürde und individuelle Entwicklung sind zentrale Werte europäischer Kultur. Um sie politisch realisieren zu können, braucht die europäische Zivilgesellschaft und damit jeder Bürger nicht nur die demokratisch garantierte Wahlfreiheit. Diese nehmen infolge zunehmender Bürokratisierung ab – insbesondere auf den Gebieten der Erziehung, Bildung, Gesundheit und der unterschiedlichen Arzneimittel und Therapieformen sowie der Landwirtschaft. Was in einem Land anerkannt ist, hat oft EU-weit keine Verkehrsfähigkeit oder aber es verschwindet aufgrund neuer Bestimmungen die Marktzulassung. Das gilt auch für einige der seit dem 20. Jahrhundert existierenden Kulturinitiativen der angewandten Anthroposophie Rudolf Steiners.

https://eliant.eu/ueber-uns/ueber-eliant

sycoma

Lothar Moll gründete 1979 den ersten baubiologischen Baufachhandel. Daraus entwickelten sich unterschiedliche Firmen in den Bereichen innovative und intelligente Bauprodukte für Konstruktionen mit hoher Energieeffizienz und Konstruktionssicherheit für ein großes Bauschadensfreiheitspotential, in den Bereichen der Umsetzung von emissionsarmer Gebäudetechnologie für bessere Wohngesundheit, in den Bereichen der Bewässerung in der Erde an den Wurzeln aus recycelten Autoreifenrohstoffen für Reduzierung des Wasserverbrauchs und für höhere Ernteerträge, u.a. in Afrika.
In der Firma Sycoma GmbH entwickelt Lothar Moll aktuell Abschirmmaterialien gegen EMF, die 2023 auf den Markt kommen sollen.
Lothar Moll unterstützt die Kompetenzinitiative und andere Organisationen für den Schutz des Lebens und für eine natürliche Lebensentwicklung. Entsprechend des 2. heiligen indianischen Gesetzes „Nichts darf getan werden, was die Kinder verletzt“ liegt ihm das Wohl der Kinder sehr am Herzen.
Mit über 20 Jahren Erfahrung in Forschung und Entwicklung, Produktion und Vertieb bietet sycoma heute in weltweit über 30 Ländern hochleistungsfähige Systemlösungen für die Bauprodukte- und Dämmstoffindustrie, für Fensterhersteller und Baustoffhandel sowie für den Bereich Automotive an.
Dauerhaft zuverlässige Funktion, ganzheitliche Lösung, optimale Wirkung für den Anwender – diese Ansprüche stellen wir seit 1995 an uns und an jedes sycoma-Produkt. Mit der Unternehmenszentrale in der Technologieregion Rhein-Neckar ist sycoma heute führend in der Entwicklung und Produktion von Klebstoffen, Dichtbahnen, technischen Vliesen und Grundierungen für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche.

https://www.sycoma.de/de/start/